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Arbeit & Soziales

42.500 Personen in Südthüringen profitieren von einem gesetzlichen Mindestlohn!

27.08.2013 - „42.500 Südthüringer würden mehr verdienen, wenn es den gesetzlich garantierten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gäbe. Dies entspräche im Falle der Bevölkerung in unserer Region einem Kaufkraft-Plus von rund 120 Millionen Euro im Jahr“, erklärt die Südthüringer Bundestagsabgeordnete Iris Gleicke. Zu diesem Ergebnis kommt das Pestel-Institut in Hannover im Rahmen einer Studie für die Gewerkschaften ver.di und Nahrungs-Genuss-Gaststätten.

„Nur mit der SPD wird es den allgemeinen und flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn geben“, stellt Gleicke klar. „Alle, die Vollzeit arbeiten, müssen von ihrem Lohn leben können, ohne ihn sich vom Staat aufstocken zu lassen. Es darf auch nicht sein, dass immer mehr Menschen einen Zweitjob annehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.“

„9 Millionen Menschen in Deutschland würde ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde finanziell besser stellen“, sagt Gleicke. „In Thüringen würden rund 350 000 Beschäftigte von einem Mindestlohn profitieren; die Kaufkraft im Freistaat würde sich um rund 900 Millionen Euro jährlich erhöhen.“ Laut der Studie wären im Landkreis Schmalkalden-Meiningen 23.380 Personen betroffen, es ergäbe sich hier ein Kaufkraft-Plus von 67,4 Mio. Euro, im Landkreis Hildburghausen wäre 12.529 Personen betroffen, hier ergäbe sich ein Kaufkraft-Plus von 36,4 Mio. Euro und in der Stadt Suhl würden 6.591 Personen profitieren, das bedeutet ein Kaufkraft-Plus von 15,8 Mio. Euro.

„Ein gesetzlicher Mindestlohn wäre zuallererst eine Maßnahme, um die Beschäftigten in Deutschland gerechter zu entlohnen. Gleichzeitig könnte der Staatshaushalt sozial ausgewogen konsolidiert werden. 2,7 Milliarden Euro zusätzliche Zahlungen von Einkommensteuer brächte ein Mindestlohn im Jahr. Darüber hinaus würden die Ausgaben für staatliche Transfers wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld um jährlich 1,7 Milliarden Euro sinken. Im Zuge sogenannter Zweitrundeeffekte gäbe es durch erhöhten Konsum außerdem Mehreinnahmen bei den Verbrauchsteuern in Höhe von rund 700 Millionen Euro jährlich. Addiert man alles, ergibt sich ein Plus für den Staatshaushalt von rund 5 Milliarden Euro im Jahr“, rechnet Gleicke vor und bezieht sich dabei auf das SPD-Steuer- und Finanzierungskonzept.

 
 
 
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