Lutherdekade

Lutherdekade

Chancen aus Lutherdekade besser nutzen

16.05.2013 - Nach der Expertenanhörung des Ausschusses für Tourismus des Deutschen
Bundestages zum Thema „Spiritueller Tourismus vor dem Hintergrund der
Lutherdekade“ erklären die Parlamentarische Geschäftsführerin der
SPD-Bundestagsfraktion Iris Gleicke und der tourismuspolitische Sprecher
der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Hacker:

Auf der 5. Synode der evangelischen Kirche am 5. November 2012 sagte
Bundeskanzlerin Angela Merkel „ ..Deshalb ist die Bundesregierung auch
dabei, wenn es darum geht, das Reformationsjubiläum vorzubereiten und zu
unterstützen….“.

Die Anhörung im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages hat
gezeigt, dass bei der Vorbereitung des Reformationsjubiläums noch
Handlungsbedarf besteht.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus vermarktet das Reformationsjubiläum
zwar im Auftrag der Bundesregierung, aber die Projekte werden kleinteilig
durch die einzelnen Akteure der Länder erstellt. Sinnvoll wäre eine
Gesamtkonzeption, bei der auch ein Lutherweg mit den Wirkungsstätten von
Luther und Luthers Begleitern mitgestaltet wird.

Die Vorbereitungen im Rahmen der Lutherdekade mit dem Höhepunkt des
Reformationsjubiläums 2017 kommen jetzt in die entscheidende Phase. Jetzt
muss die Bundesregierung mit den unterschiedlichen Akteuren, darunter
die staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“, die Zusammenarbeit
intensivieren. Die Verwaltungsvereinbarung mit einigen Ländern reicht
hierzu offensichtlich nicht aus. Das Auswärtige Amt muss seiner
Präsentationsfunktion für die Lutherdekade im Ausland stärkere Bedeutung
beimessen und dabei zum Beispiel die Goethe-Institute stärker einbeziehen.

Es stellt sich auch die Frage, ob die bisher eingestellten fünf
Millionen Euro pro Jahr für die Vielzahl an Projekten zur Vorbereitung des
Reformationsjubiläums der ausreichende finanzielle Rahmen sind. Mit
warmen Worten der Bundeskanzlerin allein ist es nicht getan.

 
 
 
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