Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2013

08.03.2013 - Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt die Südthüringer Bundestagsabgeordnete Iris Gleicke (SPD):

„Juristisch sind Frauen und Männer heute gleichgestellt. Aber nicht in der Realität.“

In den letzten 100 Jahren haben Frauen viele Rechte erstritten: Das Wahlrecht, Berufstätigkeit ohne Zustimmung des Ehemannes usw. Aber noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. Obwohl Frauen statistisch gesehen oft bessere Schulabschlüsse haben und häufiger studieren als Männer, kommen Sie in den Chefetagen nicht an - nur drei Prozent aller Aufsichtsratsposten sind mit Frauen besetzt. Dafür gibt es keinen nachvollziehbaren Grund. „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist aktueller denn je, denn Gleichstellung gibt es nicht umsonst. Neben dem Mindestlohn, der Frauen überproportional helfen würde, mache ich mich für ein Entgeltgleichheitsgesetz stark“, betont die Bundestagsabgeordnete.

Bei allen noch anstehenden Problemen sind die Frauenrechte in Europa und Amerika geachtet. Im Gegensatz dazu gibt es gerade in letzter Zeit erschütternde Nachrichten aus Nordafrika und Indien. Massenvergewaltigungen, Flashmobs gegen Frauen und Todesfälle werden auch häufig in den Medien vor Ort tabuisiert. „Gerade am internationalen Frauentag müssen wir uns bewusst machen, dass Frauen weltweit für Gleichberechtigung und Gleichstellung kämpfen“, so Gleicke.

Deshalb begleitet Frau Gleicke den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Herrn Dr. Solms bei einer Delegationsreise nach Indien, um dieses Thema vor Ort zu besprechen.„Ich bin sehr froh, dass Herr Dr. Solms diesen Wunsch von mir aufgegriffen hat und dieses wichtige Thema in das Programm aufgenommen wurde, denn die Rolle der Frau in Indien beherrscht auch die Außenpolitik.“

Hintergrund:
Gerade in Indien ist das öffentliche Bewusstsein noch nicht sensibilisiert, was alltägliche Übergriffe auf Frauen und Mädchen in den indischen Provinzen angeht. Die UN verzeichnet jährlich ca. 70000 Fälle sexueller Übergriffe in Indien, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher liegt. Vielfach werden Übergriffe oder Frauenmorde durch die Behörden nicht oder nur lückenhaft dokumentiert, Beweise „gehen verloren“, Anzeigen werden unzureichend aufgenommen und Zeugenaussagen in Frage gestellt. Demzufolge wird ein Großteil der Täter nicht bestraft und oft nicht einmal strafrechtlich verfolgt.

 
 
 
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