Iris Gleicke zu Bericht des Statistischen Bundesamtes

Iris Gleicke zu Bericht des Statistischen Bundesamtes

Armutsgefahr im Osten deutlich höher – Mehr Tatkraft zur Angleichung der Lebensverhältnisse gefordert

14.09.2012 - Die Sprecherin der ostdeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten, Iris Gleicke, fordert angesichts der deprimierenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Armutsgefährdung in Deutschland „mehr Tatkraft“ der Bundesregierung zur Bewältigung des Angleichungsprozesses in Ost und West.

Oberste Priorität habe aus ihrer Sicht dabei die Einführung eines in Ost und West einheitlichen Mindestlohns, mehr Anstrengungen zur Angleichung von Löhnen und Renten sowie eine Strategie darüber, wie es mit der Ost-Förderung weitergehen solle.

„Wer behauptet, alle Förderinstrumente künftig mehr nach Bedürftigkeit als nach Himmelsrichtung auszurichten, dem wird man sagen müssen, dass es auch künftig vor allem in eine Himmelrichtung gehen wird: nach Osten“, so Gleicke. Laut Statistischem Bundesamt liege die Gefährdungsquote in der westdeutschen Bevölkerung bei 14 %, während im Osten mit 20 % jeder Fünfte als armutsgefährdet gelte. Dies sei ein deutlicher Beleg für bestehende gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. Gleicke macht in dem Zusammenhang ebenso darauf aufmerksam, dass ebenso das BIP pro Kopf – der Indikator für Wirtschaftskraft - im Osten bei 70 % des Westniveaus stagniere bzw. die Arbeitslosigkeit fast doppelt so hoch sei.

 
 
 
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