Schmalkaldener Betriebsrätin zu Gast in Berlin

Schmalkaldener Betriebsrätin zu Gast in Berlin

27.10.2011 - Auf Einladung der Südthüringer Bundestagsabgeordneten Iris Gleicke (SPD) besuchte die Betriebsrätin des Kreiskrankenhaus Schmalkalden (ab 1. Februar 2012 Elisabeth Klinikum), Frau Constanze Kühn, am 26. Oktober 2011 die Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion im Bundestag.

Beide trafen im Vorfeld zu einem Gespräch zusammen, in dem sich Iris Gleicke die Situation der Beschäftigten im Hinblick auf die Veränderungen der Umbenennung in Elisabeth Klinikum GmbH schildern ließ. Frau Kühn erläuterte auch die Betriebsübergänge beim Auslagern von Unternehmenssparten.  „Optimierungen in Arbeitsabläufen sind wichtig, aber die Interessen der Beschäftigten dürfen nicht aus den Augen verloren werden“, so Gleicke und Kühn einmütig. „Das weitere Verschieben der Verhandlungen zum Tarifvertrag ist kein gutes Signal für die Beschäftigten“, so beide Frauen weiter.


 
Hintergrundinfo:

Bei der Betriebs- und Personalrätekonferenz am 26. Oktober 2011 ging es um neue Initiativen der Arbeitsmarktpolitik statt Kürzungen. Das Ziel der SPD-Fraktion ist gute, qualifizierte und gerecht entlohnte Arbeit.

Deutschland braucht erstklassige Fachkräfte. Prekäre Beschäftigung ist kein Zukunftsmodell. Der gesellschaftliche Preis dafür ist inakzeptabel. Arbeit muss sicher und fair vergütet sein. Würde, Gerechtigkeit und Respekt sind zentrale Werte.

Die SPD-Bundestagsfraktion will die Gleichstellung von Frauen, Qualität der Arbeit, Repräsentanz in Führungspositionen sowie prekäre Beschäftigung gesetzlich regulieren. Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern liegt derzeit bei rund 23 Prozent. Das kann nicht allein mit sachlichen Faktoren erklärt werden. Wie eine gesetzliche Regelung zur Entgelt-gleichheit die betriebliche Gleichstellung fördern kann, war ein Schwerpunkt der Konferenz.

Zweiter Schwerpunkt war die Diskussion über das Tarifsystem. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es einen anhaltenden Rückgang der Tarifbindung. Sie erreichte 2010 nur noch 52 Prozent der Beschäftigten und 30 Prozent der Betriebe. Eine Stabilisierung und ein Ausbau des Tarifvertragssystems ist mehr als dringlich. Die SPD-Bundestagsfraktion will eine Stärkung der Tarifvertragssysteme, die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes und eine Reform der Regelung zur Allgemeinverbindlichkeit.

 
 
 
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