Praxistage der SPD-Bundestagsfraktion

Praxistage der SPD-Bundestagsfraktion

Iris Gleicke besucht Altenpflegeheime in Ilmenau und Zella-Mehlis

 
02.03.2011 - Als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen der schwarz-gelben Gesundheitspolitik hat die SPD-Bundestagsfraktion in diesem Jahr den Praxistag ins Leben gerufen, in dessen Rahmen auch die Südthüringer Bundestagsabgeordnete Iris Gleicke gleich in zwei Einrichtungen Schichten absolvierte und in Anschluss daran Heimbewohnern und Personal Rede und Antwort stand.
Seit dem 1.Januar 2011 wurde der Arbeitgeberanteil an der Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge eingefroren. Kostensteigerungen im Gesundheitswesen müssen die Beschäftigten allein schultern. Außerdem sollen die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung künftig durch einkommensunabhängige Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe und die Vorkasse belastet werden. Die Bürger fragen sich, welche Gesundheitsversorgung sie in Zukunft erhalten und was sie dafür bezahlen sollen.

Um die Probleme und Herausforderungen, denen sich Bürger, Betroffene sowie Mitarbeiter der Pflegebranche aktuell stellen müssen, nachzuvollziehen, besuchte Iris Gleicke am 28. Februar und am 01.März zwei Seniorenpflegeheime in Thüringen. Die Bundestagsabgeordnete begleitete in dem DRK-Seniorenpflegeheim "Birkenhof" in Ilmenau und dem AWO-Altenpflegeheim in Zella-Mehlis die Frühschicht und griff dem Personal bei der Betreuung der Heimbewohner und dem alltäglichen Arbeitsablauf unter die Arme. Im Anschluss daran fand nachmittags eine Diskussionsveranstaltung mit Pflegepersonal, dem Heimbeirat und Angehörigen statt, in dessen Verlauf die Meinungen zum aktuellen Pflege- und Gesundheitssystem und mögliche Lösungsansätze gemeinsam mit Iris Gleicke diskutiert wurden.

Die beiden Praxistage hinterließen auch bei der Südthüringer Abgeordneten bleibende Eindrücke:

"Ich bin beeindruckt von der Herzlichkeit mit der die Pflegerinnen und Pfleger auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner eingehen. Das ist angesichts des Zeitdrucks durch die unterschiedlichen Aufgaben einer Pflegefachkraft (medizinische und pflegerische Versorgung, Betreuung und Mobilisierung, Dokumentation) eine Herkules-Aufgabe.

Daher bin ich umso mehr schockiert, dass Pflegerinnen und Pfleger für so schwere Arbeit so wenig Geld bekommen und dadurch Stellen unbesetzt bleiben. Es ist eine maßlose Sauerei, dass der Mindestlohn, als unterste Haltelinie, in Ostdeutschland deutlich geringer ist als im Westen. Auch deshalb wandern junge, gut ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger in die alten Bundesländer ab.
 
 
 
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