Studie zur Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt

 
  • Auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ist vor allem in Ostdeutschland die Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt umstritten. Die Sicht hängt dabei sehr oft vom konkreten, persönlichen Erleben ab. Die meisten Ostdeutschen haben im Zuge des Transformationsprozesses ihre direkten oder indirekten Erfahrungen mit der Treuhandanstalt gemacht.

    "Ich habe immer wieder erlebt, wie auch betont sachliche Aussagen zur Treuhandanstalt höchst emotionale Reaktionen hervorriefen. …

     

Neue Studie

Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt

Auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ist vor allem in Ostdeutschland die Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt umstritten. Die Sicht hängt dabei sehr oft vom konkreten, persönlichen Erleben ab. Die meisten Ostdeutschen haben im Zuge des Transformationsprozesses ihre direkten oder indirekten Erfahrungen mit der Treuhandanstalt gemacht.

"Ich habe immer wieder erlebt, wie auch betont sachliche Aussagen zur Treuhandanstalt höchst emotionale Reaktionen hervorriefen. Die einen empfinden die Arbeit der Treuhand als falsch oder unzureichend oder überhaupt nicht gewürdigt, die anderen machen die Treuhand für die damals erlittene Arbeitslosigkeit, für zahlreiche falsche Weichenstellungen oder gleich komplett für die Deindustrialisierung des Ostens verantwortlich. All das zeigt, wie sehr die Arbeit der Treuhandanstalt viele Menschen nach wie vor bewegt. Die Erfahrungen mit der Privatisierungspolitik der Treuhand prägen bei vielen auch die Sicht auf die aktuelle Situation in Ostdeutschland. Es ist mir daher wichtig, die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Treuhandanstalt einmal gleichberechtigt nebeneinanderstellen und untersuchen zu lassen, welche Faktoren hierfür maßgeblich sind. Das Forschungsvorhaben soll zu einer Versachlichung der immer wieder aufflammenden, kontroversen und in Teilen sehr emotionalen Debatte beitragen."

 
 
 
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