Abschied vom Bundestag

 
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     06.07.2016 - 

    Liebe Südthüringerinnen und Südthüringer,

    ich werde bei der nächsten Bundestagswahl 2017 nicht erneut kandidieren. Es handelt sich nicht um einen spontanen oder aus einer Laune heraus gefassten Entschluss, sondern um eine wohlüberlegte Entscheidung, die mir dennoch …

     

Abschied vom Bundestag

Warum ich 2017 nicht wieder für den Bundestag kandidieren werde

 

 06.07.2016 - 

Liebe Südthüringerinnen und Südthüringer,

ich werde bei der nächsten Bundestagswahl 2017 nicht erneut kandidieren. Es handelt sich nicht um einen spontanen oder aus einer Laune heraus gefassten Entschluss, sondern um eine wohlüberlegte Entscheidung, die mir dennoch alles andere als leicht gefallen ist.

Ich bin seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dabei habe ich mich in Opposition und Regierungsverantwortung und in verschiedenen Fraktions- und Regierungsämtern mit ganz unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt. In diesen Jahren habe ich viele Menschen kennen- und schätzen gelernt, spannende Debatten und Diskussionen geführt und viel über meinen Wahlkreis erfahren. Ich habe mich gerne und mit Leib und Seele für Südthüringen stark gemacht.

Was meine Arbeit in Bonn und Berlin angeht, erinnere ich mich besonders gerne an die Zeit als Stellvertreterin des damaligen Fraktionsvorsitzenden Peter Struck, als Parlamentarische Staatssekretärin bei Bundesminister Manfred Stolpe, als Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag und als Sprecherin der ostdeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten.

Mein jetziges Amt als Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer betrachte ich als die größte Herausforderung, der ich mich bislang zu stellen hatte. Ich werde mich weiterhin und mit ganzer Kraft für die Ost-West-Rentenangleichung und die Förderung der strukturschwachen Regionen in Ost und West im Anschluss an den Solidarpakt II einsetzen – das sind für mich persönlich die derzeit wichtigsten bundespolitischen Ziele. In meiner Heimat werde ich weiter für den Bau der Ortsumgehung Wasungen und den Lückenschluss bei der Werrabahn kämpfen.

Sie können sich darauf verlassen: Mein Bundestagsmandat und die mir übertragenen Ämter als Parlamentarische Staatssekretärin und als Ost-, Mittelstands- und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung werde ich bis zum Ende der Legislaturperiode ebenso engagiert, gewissenhaft und leidenschaftlich wahrnehmen wie alle meine anderen Ämter zuvor. Ich danke allen, die mich als SPD-Mitglieder oder -Sympathisanten auf diesem Weg begleitet haben, auch wenn sie sicher nicht in jeder einzelnen Frage mit mir einer Meinung waren. Und ich danke auch denjenigen unter meinen politischen Gegnerinnen und Gegnern, die bei allem Streit in der Sache respektvoll mit mir umgegangen sind. Ich habe immer wieder erlebt, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.

Damit die Nachfolge fair geregelt werden kann, ist es mir wichtig, bereits zum jetzigen, frühen Zeitpunkt Klarheit in dieser Personalfrage zu schaffen. Ich werde kräftig dabei mithelfen, dass Südthüringen auch im nächsten Bundestag mit einer unüberhörbar sozialdemokratischen Stimme vertreten ist.

Der SPD werde ich immer die Treue halten, schließlich habe ich sie damals mitgegründet, um sie wählen zu können. Weil wir dieses Land verbessern.

Ihre Südthüringer SPD-Bundestagsabgeordnete

Iris Gleicke

 
 
 
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