Kandidaten-Duell des Freien Wortes
Lutz Recknagel gegen Iris Gleicke
15.09.2009 - Lutz Recknagel (FDP) im Duell gegen Iris Gleicke über Mindestlohn und die Wahlversprechen der SPD.
Lutz Recknagel (FDP) sagt:
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Iris Gleicke (SPD) antwortet:
Wenn ich im Bund wirklich so wild auf eine Koalition mit der Linken wäre wie Sie unterstellen, dann hätten wir das schon 2005 machen können. Haben wir aber nicht. Wir sind stattdessen eine Koalition mit der CDU/CSU eingegangen und mussten Kröten wie die Mehrwertsteuererhöhung schlucken. Dafür konnten wir unter anderem die drohende Besteuerung der Nachtarbeit und der Sonn- und Feiertagszuschläge verhindern. Lieber lasse ich mich von Leuten wie Ihnen beschimpfen, als dass ich Krankenschwestern und
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Lutz Recknagel (FDP) entgegnet darauf:
Sie haben die Kröte nicht nur geschluckt, sie haben Sie vorher sogar noch aufgeblasen! Schließlich lag Ihr Kompromiss zwischen 16 und 18 Prozent bei 19 Prozent! Nun haben Sie den Mindestlohn entdeckt und führen damit eine Phantomdebatte. Sie wissen ja selbst, dass Familien mit Kindern sich selbst bei zehn Euro Lohn mit Arbeit schlechter stehen als mit Hartz IV. Der Staat darf niemandem die Chancen rauben, wenn er für sieben Euro arbeiten will, statt zu Hause zu bleiben. Ich bleibe dabei: Für gute Arbeit muss man mehr kriegen als Hartz IV. Das liberale Bürgergeld sorgt dafür und unterstützt alle, deren Wertschöpfung gering ist. Nachtarbeit gehört mit Zuschlägen bezahlt. Aber warum soll schwere Arbeit tagsüber höher besteuert werden?

